Therapie des Eisenmangels

 

Beim Eisenmangel-Syndrom sollte das Blut schnell mit Eisen aufgesättigt werden, damit sich die Eisenspeicher wieder füllen können. Durch die Venen verabreichtes Eisen lässt den  Ferritin-Wert  (Eisenspeicher-Wert) rascher ansteigen als Eisentabletten. Die Therapie des ausgeprägten Eisenmangels erfordert deshalb häufig eine Infusionsbehandlung. Je nach Schweregrad werden 2 - 10 Infusionen mit dem Eisenpräparat  Venofer/Ferinject  benötigt.  Die Infusionen werden 1-2 mal wöchentlich  von einer Fachperson unter Aufsicht der Ärzte oder von den Ärzten selbst  in unserer Praxis verabreicht. Pro Woche können bis 500 mg Eisen verabreicht werden.  Der Zeitbedarf für 1 Infusion beträgt ca. 30-45 Minuten. Das Eisenpräparat  Venofer  ist gut verträglich, leichte Nebenwirkungen treten selten auf. Ihr Arzt wird Sie vor einer Infusionstherapie ausführlich über Nebenwirkungen und Risiken beraten.

Weltweit wurden mehrere Millionen Infusionen mit  Venofer  ohne schwere Nebenwirkungen durchgeführt. Die Wirkung der Eiseninfusionen ist oft schon nach der 2. Infusion spürbar. In den meisten Fällen ist es technisch problemlos, die Infusionen anzulegen. Bei sehr schlechten Venenverhältnissen und bei Kindern können mehrere Punktionen notwendig sein. Es kann vorkommen, dass es an einem Tage nicht gelingt, eine Infusion anzulegen, so dass wir nach 15 Minuten die Behandlung erfolglos abbrechen müssen. 

In der Aufsättigungsphase sollten die notwendigen Eiseninfusionen in wöchentlichen Abständen durchgeführt werden, um eine rasche Aufsättigung zu erhalten. 2 Wochen nach der Aufsättigungsphase erfolgt eine Befragung und Laborkontrolle. Eventuell sind noch zusätzliche Infusionen notwendig. Nach einer weiteren Laborkontrolle 3 Monate später werden mit dem Arzt die weiteren Maßnahmen zur Vorbeugung des Eisenmangels besprochen. 

Vor und nach der Infusion sollte viel getrunken werden. Am Tag nach der Eiseninfusion empfehlen wir keine sportliche Betätigung! 

 

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